Beginne dieses Jahr nicht mit herkömmlichen Sehenswürdigkeiten, sondern mit „Werken“ unbekannter Straßenkünstler, hier in der Regel nach ihrer getanen Arbeit unter der Lachswehrbrücke ….
Ende des Jahres schloss das Sportbad in der Ziegelstraße. Die Bürgerschaft hatte einen Um- bzw. Neubau beschlossen. Als Gedenken an die ehemalige Heimstatt von Schülern, die das Schwimmen erlernten oder die Sportvereine, die hier fast täglich trainierten, durften die Besucher sich auf den Fliesen mit Wünschen und Sprüchen verewigen.
2024 soll die neue Schwimmhalle dann wiedereröffnet werden.
1981 fand eins der zu dieser Zeit legendären Altstadtfeste statt.
Man mag es kaum glauben, aber es waren Hunderttausende Besucher, die sich in den Gassen tummelten, hier ein Bild aus der Engelsgrube.
1983:
An der Mauer / Ecke Rehderbrücke
Die Dr. Julius-Leber-Straße, hier noch keine Einbahnstraße bzw. die Fahrtrichtung in Richtung Kanalstraße. Ob das „Zentral-Kino“ noch existierte? Zumindest ragte die Werbebotschaft noch am Gebäude über den Fußweg. Nach den mir vorliegenden Information schloss es seine cineastisches Pforten erst 1995.
Links vom Kino ein rotes Backsteinhaus, im 1. Stock wohnten meine Eltern mit mir meine ersten 6 Jahre. Zwei Häuser weiter rechts vom Kino ein Gebäude mit einem Kolonialwarenladen im Erdgeschoss, einst wohnten dort meine Großeltern (lies dazuhier).
Welches Jahr genau es war, als dieses Foto der Walderseestraße entstand, blieb im Verborgenen, vermutlich Mitte der 80er Jahre. Rechts hinter dem Zaun noch erahnbar der Sportplatz, auf dem u.a. Angehöriger der BGS-Kaserne (hintere Gebäude, ebenfalls rechts) Fußball spielten.
Vobis, ein Computergeschäft in der Burgstraße, 1991 erstand ich dort den ersten eigenen Computer der Eigenmarke Highscreen.
So, oder so ähnlich hat das erste Gerät bei mir ausgesehen. Der Preis muss in etwa diese Größenordnung gehabt haben.
Fast nackt war die Festplatte, außer MS-DOS nix drauf. Multiplan schenkte mir jemand und dazu gab es Tetris. Irgendwann durfich mit dem Paket „Works“ erste Texte schreiben und Tabellen basteln.
1991 machte ich an einem diesigen Tag die Aufnahmen am Kanal:
Videokameras waren gerade „in Mode“ gekommen, erste Filmversuche fanden in der Lübecker Altstadt statt, dort wo die Kindheitstage verbracht wurden. Ein Schnappschuss aus einer dieser Aufnahmen:
Hinterhof Dr. Julius-Leber Straße 27
Ein Bild aus dem Jahre 1992. Es stand hier lediglich die Front des ehemaligen Verlagshauses der Lübecker Nachrichten.
Schon ein Jahr zuvor zog man aus dem Komplex in der Königstraße in das neue Zentrum im Herrenholz. 1990 war das Gebäude an einen Investor verkauft worden.
Ein kleiner und kurzer Abstecher (zu der Zeit aus verständlichem Eigeninteresse) in die Finanzwelt, Das Zinsbarometer vom 04.09.1994, eine Aufstellung der Konditionen Lübecker Banken und Sparkassen.
Exorbitant hohe Hypothekenzinsen (aus heutiger Sicht) für Häuslebauer.
Das exakte Jahr bzw. Datum spielt hier keine wesentliche Rolle, es muss sich jedoch um ein Jahr zwischen 1992 und 1994 gehandelt haben. Im Lübecker Stadtpark fand im Frühjahr bei schon sommerlichen Temperaturen eine Charity-Veranstaltung (von? Lions-Club?) statt, bei der die Gruppe „Mona und die Falschen Fünfziger“ im Stile der 50er Jahre (zu dieser Zeit noch anders gestylt) auftrat. Unter freiem Himmel gaben Mona und ihre Band ihren Swing zum Besten, das gutgelaunte Publikum dankte es mit viel Applaus.
Das Foto stammt von einem Festival in Flensburg aus dem Jahre 2012. Alte Fotos aus den 90er Jahren leider nicht mehr auffindbar.
Wer mehr über die Band wissen möchte, klicke hier.
„Lübeck läuft„, so das damalige Motto, am 09.10.1994 zum 7. Start bat als Veranstalter der LBV Phönix Lübeck.
Der Start erfolgte an der alten Hauptturnhalle in der Mühlenstraße. Zwei Runden mussten die Teilnehmer des Hauptlaufes zurücklegen, die Strecke verlief über die Mühlentorbrücke zur Wallstraße, über die Possehlstraße, entlang der Untertrave. Dann ging es die Beckergrube hinauf, über Breite Straße zum Koberg und von dort auf der Königstraße zum Ziel am Markt (damals vor Intersport-Corner). Am 11.10.1994 orakelte die LN unter „Meinung“ über die – wiederholt – schlechte Organisation und Pannen:
„Seveso istüberall“ (Koch / Vahrenholt), ein Buchtitel aus dem Jahre 1978, scheinbar war der Verbleib vom Giftmüll ungeklärt. Zumindest wenn man diesen Artikel aus den Lübecker Nachrichten aus dem Jahre 1995 liest:
An einem Ereignis besonderer Art durften wir im Jahr 2000 teilnehmen, der 100. Geburtstag des Elbe-Lübeck-Kanals, am 16.06.1900 vom Kaiser eingeweiht. Oldtimer auf dem Wasser….
Wieder spürte man die Erregung bei Lübeckern und Umländern, das Traveuferfestival stand vor der Tür, direkt an der Trave neben dem Senator Hotel.
Neben erfreulichen Ereignissen bildeten sich leider dunkle Wolken am Lübecker Horizont, es lagen Pläne vor, die Lübecker Universität zu schließen bzw. um die medizinische Fakultät zu reduzieren. Die Initiative startete…..
Es wurde demonstriert, es gab Unterschriftensammlungen, im Juli fand ein Sternmarsch mit rund 10.000 Teilnehmern statt. Irgendwann fruchteten die Bemühungen, die Uni behielt die medizinische Fakultät und wurde 2015Stiftungsuniversität.
Nicht jeder Kampf von Mitarbeitern und Einwohnern wird am Ende belohnt, das Marien-Krankenhaus im Herzen Lübecks musste 2023 schließen
2001
….und neuerlich kam im August der Ansagemann Mick nach Lübeck und moderierte am Rande des Senator Hotels für 10 Tage das Traveuferfestival.
Aus der Festivalzeitung:
2005
Ein bisschen was von Travemünde: 2005 eröffnete Iris Berben in Travemünde, das gerade zu Lübeck eingemeindet worden war, das Arosa SPA, ehemals das Kurhaus, erbaut 1913.
2011
Am 31.12.2003 wurde das Travemünder Meerwasser-Brandungsbad Aqua-Top geschlossen, wegen Baufälligkeit. Ein neues Schwimmbad konnte oder wollte sich Lübeck nicht leisten; frustrierte Touristen mussten zum Schwimmen zu anderen Orten an der Küste fahren.
2011 schritten in Travemünde die Abbrucharbeiten an der alten Schwimmhalle neben dem Maritim voran. Bei einem Spaziergang im Februar durfte ich Zeuge des aktuellen Zustandes sein…
Nachgetrauert hatte dem hässlichen Gebäude wohl kaum jemand. Allerdings fehlte jetzt für einige Zeit ein öffentliches Schwimmbad.
2012
Nicht ganz so überraschend erschien im November 2012 die Meldung in den Lübecker Nachrichten:
Der Flughafen in Blankensee sollte – nach 2005 (an Infratil aus Neuseeland) – wieder verkauft werden. Ein Mann aus Ägypten sei interessiert. Der Deal wurde 2014 für Lübeck zu einem Fiasko, Insolvenz des Flughafens und der Mann verschwand spurlos. Das Unternehmen PuRen aus Hongkong sprang ein, kaufte, ging 2015 ebenfalls in die Insolvenz, bis dann am 01.07.2016 W. Stöcker (damals Euroimmun) den Flughafen erwarb.
2013
In den Media Docks auf der Wallhalbinsel fand u.a. am 15.03. die Kunstmesse Hanse Art statt. 50 Aussteller aus ganz Europa schickten sich an, ihre Kunst an den Mann / die Frau zu bringen. Doch nicht jeden interessierte das Angebot gleichermaßen….
Ein paar Impressionen vom Rundgang…
Einst als Traveufer-Fest begonnen, heißt das Event (veranstaltet von der Uwe Bergmann Agentur) an der MUK seit 1998Duckstein-Fest und fand regelhaft im August statt. Die 10 Tage sehnten jedes Jahr viele Vergnügungssüchtige herbei, es war ein Treffpunkt, um zu sehen und gesehen zu werden.
Der legendäre „Ansagemann“, der Moderator Mick M., der mit unverkennbarer Stimme die Musiker und Künstler ankündigte oder interviewte.
Legendär auch die Rufe am Falafel-Stand „Lecker, lecker, lecker“ in einem lauten und sehr langgezogenem Singsang.
Manchmal muss man nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit dem nötigen Hilfsmitteln und dem rechten Blick für das Motiv sein, dann kann einem so etwas gelingen:
September
Könnte auch aus einer Szene eines Science Fiction-Films sein, bei der man auf die Ankunft von Außerirdischen wartet, oder man findet es einfach nur „schön“.
2014
Vom 22.05. bis 25.05. 2014 fanden in Lübeck die Internationalen Hansetage statt, ein kulturelles Highlight für die Region. Auf der Trave tummelten sich etliche Koggen oder ähnliche Schiffe. Schlachten von anno dazumal wurden nachgestellt. Störtebeker wurde gefangen und „hingerichtet“. Daneben gab es natürlich Unterhaltung und Kulinarisches
Insgesamt durften die Veranstaltung und Besucher mit dem Wetter zufrieden gewesen sein, nur am späten Abend des 24.05. zogen bedrohliche Wolken über dem Holstentor auf….
Gebuddelt wurde in diesem Jahr viel in Lübeck, u.a. an der maroden Possehlbrücke, die demnächst durch einen Neubau ersetzt werden sollte. Verkehrsplaner fürchteten ein Chaos. Hier ein Bild von Vorarbeiten:
….. und eins meiner letzten Fotos von der – optisch – intakten alten Brücke, ein malerischer Sonnenuntergang im vorweihnachtlichen Dezember…. (noch mit dem Gasometer)
An der Untertrave buddelten Bagger fleißig altes Gemäuer und Erdreich für die Errichtung des Hanse-Museums weg. Hier Aufnahmen aus dem Juli:
Seit der Verschönerung der Obertrave befindet sich auf Höhe der Marlesgrube ein in den Boden eingelassenes Wasserspiel, das, wenn inaktiv, gerne von Tanzliebhabern für einen Tango im Freien genutzt wird.
In den Lübeckischen Schriften Nr. 17 wird auf Seite 288 aus der Chronik für den September berichtet, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt plant, die Hubbrücke abzureißen und im Retro-Look wieder aufzubauen.
Spränge man bei diesem Thema ins Jahr 2023, so wären sicher viele Bürger der Hansestadt damit einverstanden gewesen, und höchst wahrscheinlich wäre die Brücke dann heute (2023) nicht mehr auf Dauer gesperrt und behinderte den Verkehr so massiv.
2015
Im Mai eröffnete die damalige Bundeskanzlerin, Angela Merkel, das neugebaute Hanse-Museum. Bei einem Rundgang durch das Burgkloster ein leerer Gang und ein Blick in der neugestalteten Klostergarten.
Die Wallhalbinsel, seit einem guten Jahrzehnt steht eine Bebauung an, diverse Pläne und Konzepte (hier eins dazu) wurden erstellt. Wer später wird weichen müssen, ist der Trödler Kaupuskoipi (Schuppen F) und der Strandsalon.
2016
Sollte es ein Anknüpfen an weit zurückliegende Ereignisse sein, sprich; die legendären Altstadtfeste? Am 21.05.2016 startete das Hanse-Kulturfest. Hörte man sich auf und nach dem Fest bei teilnehmenden Menschen um, die überwiegende Mehrheit war der Meinung, das war gelungen.
Im März 2023 verabschiedete sich mein langjähriger Friseur aus dem „aktiven Dienst“…..
Kein frisierender Nachfolger, dafür sitzt der Kunde dort jetzt im „Blau Pause“ bei Cappuccino oder Frühstück, bei gutem Wetter auch draußen.
Vorgestern (23.11.2023) jedenfalls durften Menschen in Lübeck einem eher seltenen Phänomen beiwohnen, sprich, das Wasser hatte sich quasi fast vollständig aus dem Bette zurückgezogen, hier ein Bild vom Stadtgraben…
…….. und von der Trave an der Dankwartsbrücke…..
Greife auf das Lübecker Hausblatt, die Lübecker Nachrichten, zurück. Berichtet wurde über den Fortschritt des Neubaus der Bahnhofsbrücke sowie über den Beginn der Arbeiten der Stadtgrabenbrücke.
Hier nach ersten Erdarbeiten im November…. ….. und Umgestaltung der Kreisverkehre (…. die nicht mehr den Normen entsprechen). Hier der Mühlentorteller in der Umbauphase im Dezember 2023.
Am 26.11.2023 gewann Jan Lindenau die Stichwahl um das Bürgermeisteramt überraschend klar mit rund 65 %. Damit trat er seine eigene Nachfolge an.
Wintereinbruch Mitte November mit den üblichen „überraschenden“ Folgen von Schneefall, Eis und Matsch: nicht gefegte Fuß- und Radwege, vermehrte Knochenbrüche meldete die Sana-Klinik daraufhin.
Wer erinnert sich nicht (gerne) an Harald Juhnke, insbesondere in seiner Rolle in dem Stück Mein Freund Harvey“, wo er einen großen weißen Hasen (Puka) seinen Freund nannte, den sonst niemand außer ihm sah. Heute am Nikolaus sah ich diesen weißen Hasen auf der Dankwartsbrücke…
Die Beschäftigten aus dem Agrarbereich fanden Vorschläge aus der Politik überhaupt nicht lustig, ausgerechnet den Bauern sollten die Subventionen beim Dieselkraftstoff gestrichen werde. Da machten vielerorts die Leute lautstark und mit viel PS-Einsatz auf ihr Anliegen aufmerksam, wie am 22.12. am Holstentor und Untertrave in Lübeck…
Nicht jeder mochte zu ihren Glanzzeiten ihre Art, aber vergessen wird man sie als kichernde, manchmal barbusig derherlaufende Ulknudel nicht. Umso trauriger ereilt diejenigen die Nachricht, dass die Schauspielerin Ingrid Steeger, kurz vor den Weihnachtstagen im Alter von 76 Jahren in Bad Hersfeld verstarb. Ein geflügeltes Wort „Dann mach‘ ich mir ‘nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar“ bleibt anekdotisch aus „Klimbim“ in Erinnerung. Das reale Leben meinte es nicht immer gut mit ihr.
Ab ins Neue Jahr….
Silvester ist gerade vorbei, alles Übles, alle Katastrophen wollten vergessen werden, ein heiterer Start sollte es ins Jahr 2024 sein. Leider spielte die Natur und Fehlverhalten bei Menschen nicht so mit, der Dauerregen weichte die Deiche auf, die Flüsse stiegen über die Ufer, Menschen mussten in Deutschland wegen Hochwasser evakuiert werden, in Japan bebte die Erde wieder einmal und ein Zusammenstoß zweier Flugzeuge auf dem Startfeld sorgte für ein Inferno, bei dem zum Glück die Passagiere des Ferienfliegers alle gerettet werden konnten.