01.03.2024
Frühlingshaftes Wetter inspirierte uns, spontan eines Ausflug mit den Fahrrädern nach Travemünde zu machen, angeregt durch einen Zeitungsartikel, in dem die Neueröffnung des Seebad-Museums angekündigt war. Nahmen nach längerer Zeit einmal wieder die Strecke über Dänischburg, Ovendorf und Rönnau nach Travemünde. Holzschlag unterwegs allerorten, Knicks wurden gelichtet, der Wald verlor alte Weggefährten, es wurde – menschengemacht oder naturgegeben – Platz für den Nachwuchs gemacht. In der Torstraße die Räder vor dem Museum angedockt. Eintritt heute zur Eröffnung kostete lediglich die Hälfte…. Wir waren für einen kurzen Moment die einzigen Gästen, von Ansturm möchte ich nicht sprechen, aber es kamen während unseres Rundganges weitere Interessierte. Gleich nach dem Entree eine Gedenktafel mit Chronologie einer früh verstorbenen Travemünderin Pianistin Anja Tauer, ….

….. die es in ihrem kurzen aktiven Künstlerdasein zu einigen Plattenaufnahmen gebracht hatte. Sie starb durch Selbstmord mit 28 Jahren.






Man erfuhr vom Land- und Seeflughafen auf dem Priwall, der eine Zeitlang der größte Deutschlands war, die Pferderennbahn, zu der die Massen strömten, es wurde sogar ein Ponton über die Trave gelegt, damit die Zuschauer rechtzeitig und zahlreich zur Rennbahn kamen.
Alles klein und fein, liebevoll gestaltet, empfehlenswert, wenn’s mal wieder regnet an der Ostsee.
02.03.2024
Wer hatte es noch nicht gemacht, den (kalendarischen) Frühling begrüßt, die meisten wohl im Lübecker Stadtpark, der einerseits noch weitgehend unter Überschwemmungen durch die vielen Niederschläge litt, andererseits unter dem, meist lila, gefärbtem Teppich aus Krokussen nur wenig Grün sehen ließ. Die meisten Besucher fotografierten dieses bunte Spektakel eingehend….




09.03.2024
Ich schreibe nix mehr, …..
…..bei bestem Frühlingswetter letzte Fahrrad-Tour vor meiner OP am Kanal gemacht, die Beobachtung der Abrissarbeiten fortgesetzt (siehe Februar) und mit diesem Bild festgehalten…. Das Dach ist nun bereits entsorgt.

17.03.2024
Ich durfte mir ab dem 11.03. einen tieferen Einblick in die Abläufe und Organisation des Agnes Karll Krankenhauses in Bad Schwartau verschaffen, als Patient. Früher OP-Termin (7 Uhr) bedingte vortägige Anreise. Nach 70 minütigem Bemühen war das malade Gelenk gegen das Ersatzteil bei gutem Verlauf getauscht, optimistische Prognose durch den Operateur; nette Bettnachbarn im Zweibettzimmer halfen über die ersten Betttage. Berufsfreundlich und meist zugewandt das wuselig agierende Personal. Erstaunlich, wie schnell der menschliche Körper sich reorganisiert, erste Einschränkungen beim Liegen waren am Samstag gelockert, ich durfte die Seitenlage auf der nichtoperierten Körperseite nutzen, das brachte nächtliche Entspannung.
26.03.2024 Dienstag
Eine Woche Reha ist mehr oder weniger erfolgreich absolviert, der Optimismus auf eine gesundheitlich bessere Zukunft überwiegt. Deutlich festzustellen war in dieser Woche, dass, wenn Gleichgesinnte – hier die Knie- oder Hüftoperierten – zusammen täglich drei Mahlzeiten miteinander einnehmen dürfen, bei der Anwendungen ebenfalls nebeneinander aktiv werden, schnell Gemeinsamkeiten offensichtlich zutage traten und alsbald ein lockerer Umgangston und ein Austausch von manchmal sehr persönlichen Details stattfand. Leiden schweißt zusammen, vorstellbar ist, es werden neue Freundschaften geschlossen.
Ich z.B. fand Mitspieler für eine Doppelkopfrunde, alles Damen, andere würden sie vielleicht „Kurschatten“ nennen. Notarin, Kaffeeimporteur, Arzthelferin, Glaser und Maurer, ein Marathonmann (10x), mit Menschen aus den verschiedensten Berufsgruppen saß ich zusammen, manche noch aktiv, doch oft eher bereits im Ruhestand.
Hilfsbereites Personal im Bedienbereich, d.h. bei den „Insekten“, sprich, den Menschen, die auf Stützhilfen angewiesen waren und sich nicht selbst vom Buffet versorgen konnten. Stets rücksichtsvoll im Umgang mit den Patienten, öfters auch ein Scherz auf den Lippen. Die Klinik, schon etwas betagte Bausubstanz, ebenso spiegelte das Mobiliar der Zimmer eher den Stand von vor 20 oder 30 Jahren wider, nicht zur Zufriedenheit von jedem Patienten. Mit ein bisschen Bescheidenheit übersah ich solche Mängel, die mein Zimmer auch nicht in voller Härte trafen; ich sah auf einen See, sah Grün, morgens die Sonne aufgehen. Ab Ende der Woche darf gebadet bzw. Wassergymnastik gemacht werden.

